Lungenkrebsdiagnose und Früherkennung

Lungenkrebs in der Fachsprache auch Lungen- oder Bronchialkarzinom genannt, gehört neben Brust- und Prostatakrebs zu den am häufigsten auftretenden Tumorarten. Er ist in Deutschland die häufigste tumorbedingte Todesursache bei Männern und die dritthäufigste bei Frauen. (Quelle: Krebs in Deutschland 2003-2004, Häufigkeit und Trends. Robert Koch Institut (Hrsg.) Berlin 2008).

Der Erfolg der Therapie hängt vom Stadium der Erkrankung ab: Je fortgeschrittener, umso schwieriger wird ein Aufhalten der Erkrankung.

Bei anderen Krebserkrankungen (z.B. Prostata- Darm und Brustkrebs) gibt es bereits aussagekräftige Früherkennungsuntersuchungen. Mit den gegebenen schulmedizinischen Möglichkeiten ist eine Lungenkrebsfrüherkennung leider nicht ohne größeren Aufwand für den Patienten durchführbar. Da die Lungenkrebssymptome erst sehr spät auftreten, sind die meisten Patienten bei ihrer Erstdiagnose bereits in fortgeschrittenen Stadien.

Je früher die Diagnose, umso günstiger die Prognose!

Krebsdiagnose-Spürhund Probe identifiziert
Probe identifiziert!

Durch unsere heutigen Lebensumstände ist unsere Lunge vielen Belastungen ausgesetzt. Durch aktives oder passives Rauchen, beruflich bedingtes Inhalieren verschiedener Gase oder auch „nur“ durch die Schadstoffe aus Umwelt und Verkehr wird das Auftreten von Lungenkrebs gefördert.

Die frühe Lungenkrebsdiagnostik steht allerdings vor mehreren Problemen, die nun mit Hilfe der Hundenasen gelöst sein können:

Die sehr stoffwechselaktiven Krebszellen produzieren flüchtige Abbaustoffe (volatile organic compounds) die, ähnlich den Autoabgasen, über die Lunge und die Atemluft freigesetzt werden. Hunde, die einen sehr ausgeprägten Geruchssinn haben, können diese Stoffe riechen.
Dies wurde in mehreren Versuchsreihen in Amerika bereits bewiesen.

Krebsdiagnose-Spürhund
… bei der Arbeit

Seit ca. 3 Jahren bildet Frau Dr. May Tumorsuchhunde in ihrer Praxis aus. Sie hat mittlerweile sechs Hunde in ihrem Team, die für sie die Proben untersuchen könnten. Dies hat auch den Vorteil, dass jede Probe mehrfach untersucht werden kann und somit eindeutigere Aussagen getroffen werden können:

Wenn eine Probe sechsmal negativ ist, hat dies eine weitaus größere Aussagekraft als bei Einzelhunden.

Derzeit wird an einer Studie gearbeitet, die wissenschaftlich belegen soll, dass es Hunden möglich ist, Lungenkrebs an der Atemluft eines Menschen zu erkennen.

Sobald unsere Studie abgeschlossen ist, informieren wir Sie hier auf unserer Homepage.